Dies ist das Archiv für Juni 2009.

Die Betrugsmasche der Firma Online Content Ltd. und Go Web Ltd.

Abgelegt unter Aufklärung, Kindergartenbande am 16.06.2009

Das ist die Firma, die Ihre „Forderungen“ an die Go Web Ltd. abtreten.

Ihr wißt schon, die hier

Ich habe mal wieder so lustige Post für einen „Oliver Götz“ erhalten
(sieht also nach Nachwehen der Kindergartenbande aus…)

Nun denn:
— — —

Betreff: Zahlungsaufforderung – Top-games-spiele.de
Von: support@Top-games-spiele.de <support@Top-games-spiele.de>
An: xxxx@lonesomewalker.de
Datum: 16-06-2009 9:44

— — —

ZAHLUNGSAUFFORDERUNG

Sehr geehrte/r Herr / Frau Götz,

wir bedanken uns für Ihr Interesse an dem Angebot von Top-games-spiele.de.

Seit Ihrer Anmeldung ist nunmehr ein Monat verstrichen, ohne dass Sie erfolgreich von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht haben. Wir freuen uns daher, dass unser Angebot Ihren Zuspruch gefunden hat und erlauben uns, für die Bereitstellung und Erbringung unserer Dienstleistung das vereinbarte Nutzungsentgelt gemäß nachfolgender Aufstellung in Rechnung zu stellen.
Diese Forderung wurde von der Online Content Ltd. an die Go Web Ltd. abgetreten.

Kundennummer: EG-4243814504
Rechnungsnummer: RE07-259591

6 – Monatszugang Top-games-spiele.de: 59,95 Euro

Ihr Zugang zum Datenbankangebot ist noch bis zum 09.11.2009 freigeschaltet. Der hier aufgeführte Rechnungsbetrag umfasst den gesamten Nutzungszeitraum bis zu diesem Datum; insbesondere entstehen Ihnen keine weiteren, wiederkehrenden Kosten für die Inanspruchnahme des hier aufgeführten Dienstleistungsangebots.

Hier noch einmal der Mitgliedszugang für unsere Datenbank:

Top-games-spiele.de/index.php?ac=v&i=xxxxxxxxxx&s=xxxxxxxxxxx

Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag unter Angabe des unten angegebenen Verwendungszweckes bis zum 26.06.2009 auf unsere nachstehend aufgeführte Bankverbindung. Beachten Sie, dass nicht zuzuordnende Zahlungen oder Teilleistungen keine schuldbefreiende Wirkung haben.

Inhaber: Go Web Ltd.
Konto: 302 048 178
BLZ: 770 500 00
Bank: Sparkasse Bamberg
IBAN: DE70 7705 0000 0302 0481 78
BIC: BYLADEM1SKB

Verwendungszweck: OC-07-THVHVB-259591-WNENED-6

Sollten Sie Fragen zu dieser Rechnung oder unserem Dienstleistungsangebot haben, stehen wir Ihnen unter +49-180-5039930-20 (14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz) oder support@Top-games-spiele.de zur Verfügung.

Im Anhang finden Sie die Rechnung im Originalformat auf unserem Briefpapier.

Der Anhang ist virenfrei. Sie benötigen den Adobe Acrobat Reader, um sich die Rechnung anschauen zu können.

Diesen können Sie hier downloaden:
adobe.de/products/acrobat/readstep2.html

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Top-games-spiele.de – Team

*************************************************************

Supportanfragen senden Sie bitte an support@Top-games-spiele.de

Telefonischen Support erhalten sie unter +49-180-5039930-20*

* = 8 – 18 Uhr (Montag – Samstag) (14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz )
(abweichende Mobilfunkpreise möglich)

Wenn Sie gemäß § 14 UStG eine Rechnung mit ausgewiesener MWSt wünschen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an mwst@Top-games-spiele.de – mit Angabe Ihrer Rechnungsnummer.

*************************************************************

— — —

Ui, jetzt habe ich aber Angst.
Da mir diese Spam-Mails aber gehörig auf den SACK gehen, war ich so frei, den Damen und Herren zu antworten.
Sie möchten es doch bitte in Zukunft unterlassen, mir unverlangte und unbegründete Emails zu senden, nur weil sie nicht in der Lage sind, ein Double-Opt-In-Verfahren zu verwenden.
Ich dachte mir, daß es evtl. auch gleich nett wäre, die Leute dort drauf hinzuweisen, daß ich mich zur Not auch juristisch wehre…
— — —

Sehr geehrte Damen und Herren.

NEIN, ich habe mich nicht bei Ihnen angemeldet, NEIN, ich werde keinerlei
Überweisung tätigen.

Sollte ich ein erneutes Schreiben von Ihnen vorfinden, werde ich mich an
meinen Rechtsanwalt wenden, der Ihnen eine kostenbewehrte
Unterlassungserklärung zukommen lassen wird.

— — —

Okay, zugegeben, SO EINFACH ist das mit dem Rechtsanwalt nicht;
aber manchmal muß man halt auch einen steinigen Weg gehen…

Promt kam auch wieder eine Roboter-Antwort von GoWeb Ltd.
(eigentlich erstaunlich, daß es die noch immer gibt)
— — —

Sehr geehrte/r Herr/Frau , (wie putzig, da fehlt der Name…)

Vielen Dank für Ihre Anfrage bei unserem Kunden-Support.

wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir es den Ihnen schon mitgeteilten Gründen auf der geltend gemachten Forderung in voller Höhe bestehen.

Zwischen Ihnen und der Go Web Ltd. besteht ein rechtsgültiger Dienstleistungsvertrag über die Nutzung des Datenbankangebotes gemäß der Ihnen vorliegenden Rechnung.
Hinsichtlich der Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen, insbesondere hinsichtlich der von Ihnen nachweislich gelesenen und akzeptierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Ihnen unter dem Gesichtspunkt des Verzugsschadens weitere Kosten über den Forderungsbetrag hinaus entstehen können.
Dies gilt insbesondere dann, wenn wir zur Forderungsdurchsetzung Dritte beauftragen müssen oder gerichtliche Schritte einleiten.

Wir fordern Sie daher auf, den in Rechnung gestellten Betrag fristgerecht zu begleichen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Kunden – Support Team der Go Web Ltd.

— — —

Na, dann wünsche ich Euch doch viel Spaß mit Eurem Bestehen auf irgendetwas…
Da ist meine Antwort:
— — —

Sehr geehrte Damen und Herren,

da Ihre Firma ohnehin für ein sehr komisches Geschäftsmodell bekannt ist,
bin ich mir sicher, haben Sie bereits Erfahrung mit Rechtsanwälten gemacht.

Erstatten Sie doch einfach Strafanzeige wegen Betruges…?

Ich kann Ihnen aber bereits jetzt schon mitteilen, daß ich heute in aller
Ruhe bei meinem Rechtsanwalt erscheinen werde, und mich bzgl. weiterer
juristischer Schritte beraten lasse.

Ebenso sieht Ihre Antwort-Maschine ziemlich nach Mail-Robot aus…

Was auch sehr interessant ist:

Diese Forderung wurde von der Online Content Ltd. an die Go Web Ltd.
abgetreten.

Davon mal abgesehen, daß ich NOCH NIE irgendwelchen Geschäftsbedingungen
Ihrer Firma zugestimmt habe, riecht das hier nach juristischen Problemen.

Sie hören/lesen von mir.

In diesem Sinne:
lasst uns auch hier Kontonummern und Bankinstitute sammeln…


3 Stunden Live-Hacking für Arme…?

Abgelegt unter Aufklärung, Kurioses, Sicherheit am 11.06.2009

Hm….

Habe gerade einen Newsletter von network computing gekriegt, bei dem ich nicht weiß, ob ich lachen, oder weinen soll.

Ich meine, ich verstehe ja, daß man in der heutigen Zeit schauen muß, wo man bleibt, aber es gibt gewisse Dinge, die ich nie machen könnte.

Inhalt des Newsletters, ganz reisserische Überschrift:

3 Stunden Live-Hacking

Jo, und kein geringerer als Sebastian Schreiber, Syss GmbH wird durch das illustre Programm geleiten.

Inhalt (vorsicht, Langeweile):

1. Angriffe auf virtuelle Maschinen
Wow, was ist der Unterschied zwischen einem virtualisierten Betriebssystem, und einem nicht virtualisierten?
Oder soll das die Geschichte des ger00teten Hypervisors sein?
Irgendwie nix Neues.
Okay, vielleicht das r00ten des Hypervisors, aber auch dazu gibt es schon genug Papers.

2. Angriffe auf Capchas
Gähn, wir erinnern uns noch an das massenhafte Knacken von Captchas via Strip-Trojaner?
Ihr wißt schon, das Sex-Programm, welches einem nach Eingabe des richtigen Captchas ein bissel mehr Haut zeigte, aber im Hintergrund die Ergebnisse anderweitig verwendete?
Oder geht es hier um OCR und Wahrscheinlichkeitsrechnung?
Auch eher old stuff.

3. Angriffe mit neuartigen USB-Trojanern
Uiuiuiui, Switchblade? Speziell präparierte U3-Sticks?
Jeder gute Admin weiß doch mittlerweile, daß so Parasiten am Einfachsten abgetötet werden, wenn man den Autorun abstellt, USB-Ports sperrt, etc.
Okay, also für nicht-versierte Admins interessant.

4. Phishing-Attacken der Zukunft: Angriffe auf Internet-Banking
Hmmm, ich weiß nicht, was ich von so Zukunfts-Orakelei halten soll.
Die Zukunft ist noch nicht geschrieben; daß dem so ist, sieht man, daß die CDU/CSU mehr als 10% der Wählerstimmen zur Europawahl erhalten hat, obwohl sie nachweislich der Demokratie schaden.
Oder geht es hier um iTAN und dessen Klone? Am Besten, Ihr lest Euch mal selbst ein

5. WLAN – Hacken ohne Kabel
Boah, hier wird dann die Grenze des guten Geschmacks überschritten.
Mehr kann ich dazu nicht äußern, ohne ausfallend und persönlich zu werden.

6. Angriff auf trojanisiertes Nokia-Handy
OMG, dazu mußte halt das Handy erst mal trojanisieren, und mit aktueller Firmware/OS drauf kann sowas schon ein wenig schwer werden (es sei denn, der gute Herr Schreiber hätte ein 0day im Gepäck…?)

7. Google-Hacking
Kann man noch tiefer sinken?

8. XSS-Attacke
Naja, wird schwer werden, bei statischen HTML-Seiten ohne JavaScript.
Aber gut, zugegeben, in der heutigen Zeit gibt es noch einige Webmaster/Seitenbetreiber/Seitenbesitzer, denen das am A**** vorbeigeht.

9. Sniffing trotz Switch
Wie alt ist ARP-Spoofing jetzt schon?

10. Hardwarespion
Meine Fresse, wenn jemand schon an die Hardware kommt, ist es doch sowieso schon zu spät, oder?
Gut, einem Client einen Hardware-Keylogger unterzujubeln, seh‘ ich ja noch ein; Fenster manipulieren, um das gesprochene Wort aufzuzeichnen, oder aus der Ferne mit einem Richtmikrofon, alles schön und gut.
Aber was noch? Industriespionage zu bekämpfen wird nur wenige kleine und mittelständische Betriebe betreffen, und die großen haben für so etwas schon eine eigene Abteilung…

11. Angriffe auf Web-Applikationen / Webshops
Ganz großes Kino.
Alleine zu dem Thema wird dann sicherlich wieder der Shop gezeigt, der die Bestelldaten mittels POST empfängt, aber die Produktpreise nicht aus der Datenbank holt, sondern besagterweise aus der POST-Variable.
Gibt aber nur noch wenig Shops, die sowas machen.
(der Webmaster, der sowas noch einsetzt, hat es dann auch nicht anders verdient)
Angriffe auf Webapplikationen, im großen und Ganzen DAS Thema, das sich bis in alle Ewigkeiten ausschlachten lassen wird.

Mein Fazit:
NEIN, ich werde da nicht hingehen, um mir so eine Pipi-Veranstaltung nochmal anzusehen.

Jawohl, ich habe das schon einmal gesehen, das war in Frankfurt, als ich von einer Firma eingeladen wurde, deren modifizierte Nagios-Lösung zu begutachten.
(boah, fragt nicht, was den anderen Standbesuchern erzählt wurde, was hinter der „Monitoring-Appliance“ steckt…)

Da war dann noch so eine lustige Firma vertreten, die mittels Asterisk und CallerID Leute aus dem Publikum verarscht haben.
Auch ganz großes Kino. Ich war so begeistert davon…

Lieber Herr Schreiber, klar kann ich es nachvollziehen, daß Sie Business as usual machen.
In der heutigen Zeit lebt man nicht von Idealismus allein, auch die Wurst auf dem Brot muß bezahlt werden.
Dann sehen Sie es mir aber mit Sicherheit nach, daß so ein Vortrag nicht vom Hocker haut, weil es einfach nur alter Wein in neuen Schläuchen ist.

Und Ihr hacktro, welches Sie damals auf Ihrer Seite angeboten hatten (tcp:195.245.13.19:31337), ja, das kenne ich auch noch.
Geschmackssache, für mich ein klein wenig zu seicht.
Klar, in der Sicherheitsbranche kochen alle nur mit Wasser 😉


Langsam wendet sich das Blatt beim Filesharing

Abgelegt unter Aufklärung, Fundstück der Woche am 10.06.2009

Es geschehen DOCH NOCH Wunder…

Hier hat die Kanzlei Wilde & Beuger eine Musterklageerwiderung für Filesharing-Verfahren veröffentlicht.

Ich hab‘ es mir die letzten Tage endlich mal durchlesen können, klingt richtig fies 😀
(d.h. sehr gut recherchiert und argumentiert!)

Wie war das noch mit: eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus?
Hier bietet Rechtsanwalt Christian Solmecke KOSTENFREI eine Rechts-Vorlage an.
Klar, KEINERLEI Haftung für die Verwendung, aber es ist schon mal ein Fundament, wenn man sich keinen teuren Rechtsanwalt leisten kann…
Das Ganze lizensiert unter CC-BY-3.0

Es geschehen DOCH NOCH WUNDER…



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