Das neue Jahr steht unter dem Zeichen der Abmahnungen

Fail, Fail, und nochmals Fail…

Zuerst Komsa, jetzt die Stadt Mannheim, ich hätte wirklich Anwalt werden sollen…
Einfach bissel Eier schaukeln, der Sekretärin sagen, sie soll die angehängte Liste der letzten Kundenmail schon mal in den Auto-Abmahner einfüttern, das wars.

Zugegeben, nicht jeder Anwalt ist so.
Wenn ich mir aber so angucke, bei welchen Anwaltskanzleien die Schamgrenze nicht existiert, dann freue ich mich schon auf den Tag, an dem die Anwälte arbeitslos werden 😛

Anyway, die Kommentare dazu auf heise waren einfach zu köstlich…

11 Kommentare zu “Das neue Jahr steht unter dem Zeichen der Abmahnungen”

  1. AdBot

    Sach ma, Du bist aber auch ne fiese Type. Nur Palawer und auf die Pauke hausen. So machst Du dir aber keine Freunde. Du pöse Purche!

  2. Lonesome Walker

    Definition von Freunde:

    Freunde sind die Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, gelinkt zu werden.

    Na, darauf kann ich ja verzichten 😛

  3. Molgugge

    Wäre ich nun gemein würde ich sagen, dass die Beherrschung der mitteleuropäischen Kulturtechnik des Lesens auch im täglichen Leben durchaus Vorteile bringt.

    Zum Beispiel den, zu erkennen, dass bei dieser Geschichte derzeit noch gar keine Anwälte beteiligt sind.
    Die Unterlassungserklärung wurde, noch dazu kostenlos, direkt von der Stadt Mannheim gefordert.

    Und SOOO an den Haaren herbeigezogen ist das auch nicht.
    Es gibt nun mal manchmal Leute oder Institutionen, die Wert darauf legen., dass ihr eigener Name auch nur von ihnen selbst verwendet wird.
    Ich weiss, das sind alles verbohrte Rechthaber.
    :-))

  4. Lonesome Walker

    Noch ist da kein Rechtsanwalt eingeschalten…

    Klar verstehe ich das mit dem Namensschutz, aber wir reden hier über einen Usernamen…

  5. molgugge

    Natürlich geht es um einen Usernamen.
    Und User können ihre Namen frei wählen und verwenden???
    Also kann ich jetzt, sofort, hergehen und einen Twitteraccount als Lonesomewalker aufmachen.
    und darin eventuell fröhlich über die Vorzüge der rechten Gesinnung schwadronieren????

    Ich glaube fast, dass es auch da dann Leute gibt, deren Begeisterung sich in engen Grenzen hält.
    Vor allem, wenn es, rein theoretisch, dann so werden würde, dass auf Grund irgendwelcher Umstände bei einer G-Tante – Suche die ersten 5 Meldungen sich genau darauf beziehen würder.

  6. mitchell

    Begeisterung würde es sicherlich nicht geben, aber meines Wissens nach könnte man an sich erstmal nichts dagegen tun. Mir ist jedenfalls kein Gesetz bekannt, nachdem Usernamen im Internet nicht öfter vorkommen dürfen…kannst ja mal nach „Mitchell“ suchen, da gibts so einige 😉

    Ein Username ist rechtlich gesehen – berichtigt mich, wenn ich mich täusche – ein Name, den ich frei wählen darf (sehen wir von Amtshandlungen etc. mal ab). Ich kann ihn frei wählen, so wie ich mich auch mit „Nicholas Cage“ in ein Hotel einbuchen dürfte, wenn ich dies denn wollte.

  7. molgugge

    Na ja, nicht ganz.
    Denn, rechtlich gesehen, gibt es keine Usernamen, sondern nur Namen. Und im Internet gilt das ganz normale (hier bei uns deutsche) Recht.
    Und dazu steht halt in § 12 BGB:
    Wird das Recht zum Gebrauch eines Namens dem Berechtigten von einem anderen bestritten oder wird das Interesse des Berechtigten dadurch verletzt, dass ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht, so kann der Berechtigte von dem anderen Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann er auf Unterlassung klagen.

    Und das ist auch nichts neues, denn diese Regelung steht so im Gesetz seit dem es erlassen worden ist, also seit dem . Januar 1900.

    Die Frage ist also nur, ob irgendwelche Interessen durch die Verwendung des gleichen Namens verletzt werden,

    Im Falle von Nicholas Cage wäre das sicher der Fall, wenn man sich unter dem Namen einbucht und dann nicht zahlt 🙂 Oder auch schon, wenn ich mich mit diesem Namen einbuche und versuche, daraus einen Vorteil zu ziehen durch einen kleinen Preisnachlass zum Beispiel.

    Und sicher gibt es Namen auch öfters. Das gilt für Klaus genau so wie für Mannheim. Denn es gibt alleine in Deutschland sicherlich ein halbes tausend Menschen, die welche schon alleine diesen Nachnamen tragen.
    Die Frage ist, wie sie dann auftreten. Ob dadurch Interessen beeinträchtigt werden. Objektiv beeinträchtigt. Ob das bei Herrn MZ im Verhältnis zur Stadt der Fall ist? Keine Ahnung. Und wohl ehr nicht.

    Aber erstens war der Eingangspost eine Anwaltsschelte, obwohl kein Anwalt beteiligt ist.
    Und zweitens gibt es halt mal ein Namensrecht und jeder kann sich darauf erst mal berufen. Ob er damit dann, wenn es hart auf hart kommt, auch durchkommt, ist eine ganz andere Frage. Aber das ist dann sein Risiko.

  8. Lonesome Walker

    Nun ja, NOCH ist kein Anwalt involviert, aber ich bin mir sicher, das wäre ohne den aktuellen Trouble sicher gekommen, denn diese Stadtmarketing-GmbH ist ja profitorientiert 😛
    (außerdem habe ich auch geschrieben, daß nicht jeder Anwalt so Dummfug macht; aber bei Komsa war es einfach nur genial…)

    Namensrecht hin oder her, bei Domains sehe ich das genauso, aber bei Usernamen…?
    Öhm, viel Spaß beim Einklagen in Amiland… ^^
    (und wenn die Stadt das bis heute mit dem Twitter-Account verpennt hat, dann ist da jetzt nur so ein Marketing-Fuzzi von denen geil drauf, denn wie schon in anderen Blogs geschrieben:
    wer soll denn für Mannheim twittern?

    Der Bürgermeister?
    (a la: habe soeben „Trinkgeld“ in Höhe von 10.000 Euro erhalten)

    Ein Marketing-Fuzzi?
    (lieber Gott, verschone uns von den meisten von denen, denn Twitter an und für sich ist schon fragwürdig; dann noch in Kombination mit Marketing-Geschwurbel…?)

    Ein Geistlicher?
    (a la „Gruscheln mit den Ministranten, heute war der Jüngste dran“? 😛 *sorry, der mußte sein*)

    Ich denke, da er aus Mannheim kommt, Firma hin oder her, wäre es besser gewesen, kein Formblatt zu versenden, sondern sich den Account „Stadt_Mannheim“ zu registrieren.
    Sachbezogen, jeder weiß gleich, wer dahinter steckt…

    Naja, Marketing halt, auch negative Presse ist Presse…
    (passt ja auch irgendwie zu Mannheim selbst 😀 )

  9. mitchell

    Das war auch nicht aufs Namensrecht per se bezogen @molgugge (gute, saarländische Aussage übrigens ^^).

    Es geht darum, dass du – außer bei amtlichen/rechtlichen Tätigkeiten – nicht zwangsweise deinen richtigen Namen angeben musst. Und wer Pseudonyme belangt, der hat zuviel amerikanische Gerichtssendungen geschaut. Ob die Lieblinsserie des Bürgermeisters JAG ist?

    Naja, bin mal gespannt, wie es ausgehen wird. Bildzeitung braucht schließlich Stoff.

  10. molgugge

    Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, diese Aktion einer doch nicht ganz kleinen Stadt halte ich für, gaaaaanz vorsichtig gesagt, wenig durchdacht :-))))).

    Und die B-Zeitung???
    Die steht VOLL UND GANZ auf der Seite der armen gebeutelten Stadt!!!!
    Is doch klar.
    Die rät sicher dazu, diese Frage durch alle möglichen und unmöglichen Instanzen durch zu peitschen und sich bestätigen zu lassen!!!
    Denn wenn das klappt hat man ja ein gutes Argument, einen jeden, der nur das ganze B-Wort in den Mund oder unter die Tasten nimmt zu überrollen und platt zu machen. Und das dann noch dazu, ohne selbst das Risiko und die Imageprobleme eines solchen Vorgehens tragen zu müssen.

  11. mitchell

    gaaannnz vorsichtig gesagt, gute Ansicht 🙂

    Aussagen der (B)Presse ist doch immer fundiert, das wissen wir doch alle 😛
    Mol gugge (man achte auf den Wortwitz), vielleicht bekomme ich ja – wenn ich mir dein Szenario ausmale – endlich das Patent auf meinen Nick ^^

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(solltest Du im eigenen Interesse angeklickt & gelesen haben...)


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