Russland vs. Microsoft

Hm, die Meldung ist ja zweischneidig zu sehen…

Russlands Kartellbehörde ermittelt gegen ein paar Hardware-Bastler, weil sie ihre Notebooks teilweise nur mit Windows ausliefern.

Soweit so gut, auch mich hat das schon immer genervt, wenn auf so einer Kiste irgendein Windows XP Home vorinstalliert war, und am besten keine extra Treiber-CD, sondern nur der Recovery-Mist…

Wenn man aber auf den zweiten Blick hinguckt, könnte man auf die Idee kommen, daß sich hier Russland ähnlich wie die EU bissel was ins Staats-Säckel wirtschaften will.
(war ja eine nicht unerhebliche Summe, was die EU-Leute da verhängt haben…)

Außerdem: was hat man als Alternative?
Manche Notebooks kriegt man mit Linux nur unter Mühe zu laufen…

5 Kommentare zu “Russland vs. Microsoft”

  1. docloy

    Linux läuft auf Notebooks out of the box und man muss sich nicht mühsam von zig Webseiten die Treiber zusammen suchen. Man muss eben nur beim Kauf auf die verwendetet Hardware achten.

  2. Lonesome Walker

    Ja, Du sagst es doch schon im letzten Satz: Linux läuft eben nicht out-of-the-box.

    Sicherlich läßt es sich installieren, aber die Hardwareunterstützung ist noch immer sehr mau von den Herstellern supported (treibertechnisch).

  3. Dunedan

    Wobei ich das nicht als Argument gegen Russlands Vorgehen sehen würde, sondern eher als Argument die Hardwarehersteller endlich mal zu einer linuxfreundlicheren Politik zu bewegen. Bei vielen klappt das ja schon ganz gut, aber leider eben nicht bei allen.

  4. Pirat

    Auch wenn ich perönlich keine Software kaufe, finde ich solche kertellentscheidungen Müll. Soll es doch jedem selbst überlassen bleiben, mit welcher Software er einen PC ausliefert. Und wenn man Micsosoft eins reinwürgen will, geht das auch veil angenehmer: Legalisiert einfach private Softwarekopien. <— Ich meine das ernst. So wird sich der Markt von ganz alleine regulieren.

    Ahoi

  5. Linux-User

    @Lonesome Walker
    Bis 1995 hat MS Verträge mit PC-Herstellern geschlossen, die eine Lizenzgebühr fällig werden ließen, egal ob Windows auf dem Rechner installiert war oder nicht. Dass diese Hersteller keine PC’s ohne Windows ausgeliefert haben, versteht sich von selbst. Ab 1995 wurde diese Praxis für illegal erklärt. Wenn man bedenkt, dass MS von IBM bereits Anfang der 80er des letzten Jahrhunderts beauftragt wurde, das Betriebssystem für ihre Rechner zu liefern und dass Windows 1.0 aus dem Jahr 1987 stammt, kann man sich gut vorstellen, wie lange diese Praxis angewandt wurde und warum Microsoft eine solche Marktdurchdringung hat.

    Dies hat natürlich auch Einfluss auf die Bereitschaft der Hardware-Hersteller, zeitnah Treiber für das Betriebssystem zu entwickeln. Linux ist aber inzwischen soweit fortgeschritten, dass eine Installation auf einem Großteil der PC’s und Notebooks von Anfang an läuft. Die Installation läuft in vielen Fällen sogar einfacher als bei Windows.

    @Pirat
    Man kann ja über das Urheberrecht geteilter Auffassung sein. Ich verstehe nur die Leute nicht, die nicht bereit sind, großen Konzernen viel Geld in Form von Lizenzgebühren in den Rachen zu schmeißen und deshalb nur Softwarekopien genau dieser Hersteller benutzen. An Stelle dadurch die Marktmacht dieser Konzerne zu erhöhen, könnte man wirklich freie Software – also Opensource-Software – fördern. Ich nutze seit Jahren ausschließlich Linux. Opensource ist ein System, bei dem Menschen anderen Menschen etwas zur Verfügung stellen. Jeder darf das Werk anpassen, verändern und weitergeben, ja sogar weiter verkaufen. Einzige Bedingung: das Werk muss genauso frei bleiben.

    Warum Softwarekopien die Marktmacht steigern? Schaut euch das Doc-Format an. Fast jeder Mensch nutzt MSWord. Wenn man jetzt Dateien im Internet austauscht, wird dies oft im Doc-Format getan. Das Doc-Format wird quasi zum Standard. Dabei ist es kein Standard, vor allem kein offener Standard. Bevor MS das Internet für sich entdeckt hatte (Windows 95 b hatte erstmals eine TCP/IP-Stack enthalten), gab es schon HTML, POP3, FTP etc.. Ohne diese Standards und die offenen und vollständig dokumentierten Protokolle gäbe es kein Internet.

    Die Kartellentscheidungen sind im Übrigen kein Müll, sondern kommen m. E. viel zu spät. Die Tatsache, dass MS eine so marktbeherrschende Postion hat, führt(e) dazu, dass MS seine Software zu Preisen verkaufen konnte, die in einem Markt mit Konkurrenz nicht möglich gewesen wären. Inzwischen gibt es im Office-Bereich u. a. OpenOffice und im Betriebssystembereich u. a. Linux. Solche Kartellentscheidungen sind also erforderlich, da sonst MS die langsam aufkeimende Konkurrenz platt macht oder zumindest klein hält. Ansonsten freuen sich nur die MS Aktionäre.

    Im Übrigen spricht nichts dagegen, wenn jemand ein Notebook ohne Betriebssystem ausliefert. Der Kunde sollte die Wahl haben und nicht beim Hardwarekauf zum Softwarekauf gezwungen werden. Ein Hardware-Hersteller bzw. Verkäufer sollte sich eben auf die Hardware beschränken.

    Aber was rede ich. Solange z. B. an Deutschlands Schulen regelmäßig nur MS Office Produkte geschult werden, gibt es für diese Problematik kein ausreichendes Bewusstsein. Und sage mir jetzt keiner, später oder zuhause würden die Schüler doch auch MS Office Produkte nutzen. Da bleibt mir nur zu sagen: Wenn ich meinen PKW-Führerschein mache, lege ich mich auch nicht auf eine Fahrzeug-Marke fest. Und inwieweit die MS Office Software legal erworben worden ist, steht auf einem anderen Blatt. OpenOffice stellt eine bereits jetzt legal Alternative dar.

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